Revision [4bdbec4]
Letzte Änderung am 2021-08-16 00:16:22 durch legal98
ADDITIONS
<div id="fn1">[386] BT-Drucks. 19/4724, S. 25; <I>Alexander</I>, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 8; Spieker, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 4.
<div id="fn1">[387] BT-Drucks. 19/4724, S. 25; <I>Alexander</I>, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 11; <I>Spieker</I>, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 2.
<div id="fn1">[388] Die in § 3 Abs. 1 Nr. 1 GeschGehG gewählte Formulierung „eigenständig“ stimmt nicht mit der Umsetzungsvorlage Art. 3 Abs. 1 lit. a) RL (EU) 2016/943 überein, sodass innerhalb einer richtlinienkonformen Auslegung der Terminus „eigenständig“ durch „unabhängig“ ersetzt werden muss, <I>Alexander</I>, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 4 GeschGehG Rn. 19; Ohly, Das neue Geschäftsgeheimnisgesetz im Überblick, GRUR 2019, 441, 447.
<div id="fn1">[389] <I>Alexander</I>, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 15 f; <I>Spieker</I>, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 3 ff.
<div id="fn1">[390] <I>Alexander</I>, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 17.
<div id="fn1">[391] <I>Alexander</I>, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 17; <I>Spieker</I>, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 5.
<div id="fn1">[393] <I>Alexander</I>, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 29.
<div id="fn1">[394] <I>Alexander</I>, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 29.
<div id="fn1">[395] <I>Spieker</I>, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 13 f.
<div id="fn1">[396] <I>Alexander</I>, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 33; <I>Spieker</I>, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 13.
<div id="fn1">[397] <I>Alexander</I>, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 35 f.
<div id="fn1">[398] Die vertragliche Beschränkung muss entsprechend Art. 3 Abs. 1 lit. b RL (EU) 2016/943 rechtsgültig sein und auch die Gesetzesbegründung hebt, das Erfordernis der Wirksamkeit hervor, wenngleich es nicht im Gesetzeswortlaut enthalten ist, BT-Drucks. 19/4724, S. 26. Für die Beurteilung der Wirksamkeit einer entsprechenden Individualvereinbarung sind die in §§ 242, 138 BGB geregelten Grundsätze ausschlaggebend. Bei einer Regelung in den AGB ist § 307 BGB zu prüfen, <I>Alexander</I>, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 38. Kritisch hinsichtlich einer wirksamen Beschränkung des Reverse Engineering innerhalb der AGB: Ohly, Das neue Geschäftsgeheimnisgesetz im Überblick, GRUR 2019, 441, 447.
<div id="fn1">[399] BT-Drucks. 19/4724, S. 26; <I>Alexander</I>, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 37; Möller, BT-Prot.-Nr. 19/30, S. 24; Ohly, Das neue Geschäftsgeheimnisgesetz im Überblick, GRUR 2019, 441, 447.
DELETIONS
<div id="fn1">[386] BT-Drucks. 19/4724, S. 25; Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 8; Spieker, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 4.
<div id="fn1">[387] BT-Drucks. 19/4724, S. 25; Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 11; Spieker, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 2.
<div id="fn1">[388] Die in § 3 Abs. 1 Nr. 1 GeschGehG gewählte Formulierung „eigenständig“ stimmt nicht mit der Umsetzungsvorlage Art. 3 Abs. 1 lit. a) RL (EU) 2016/943 überein, sodass innerhalb einer richtlinienkonformen Auslegung der Terminus „eigenständig“ durch „unabhängig“ ersetzt werden muss, Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 4 GeschGehG Rn. 19; Ohly, Das neue Geschäftsgeheimnisgesetz im Überblick, GRUR 2019, 441, 447.
<div id="fn1">[389] Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 15 f; Spieker, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 3 ff.
<div id="fn1">[390] Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 17.
<div id="fn1">[391] Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 17; Spieker, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 5.
<div id="fn1">[393] Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 29.
<div id="fn1">[394] Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 29.
<div id="fn1">[395] Spieker, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 13 f.
<div id="fn1">[396] Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 33; Spieker, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 13.
<div id="fn1">[397] Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 35 f.
<div id="fn1">[398] Die vertragliche Beschränkung muss entsprechend Art. 3 Abs. 1 lit. b RL (EU) 2016/943 rechtsgültig sein und auch die Gesetzesbegründung hebt, das Erfordernis der Wirksamkeit hervor, wenngleich es nicht im Gesetzeswortlaut enthalten ist, BT-Drucks. 19/4724, S. 26. Für die Beurteilung der Wirksamkeit einer entsprechenden Individualvereinbarung sind die in §§ 242, 138 BGB geregelten Grundsätze ausschlaggebend. Bei einer Regelung in den AGB ist § 307 BGB zu prüfen, Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 38. Kritisch hinsichtlich einer wirksamen Beschränkung des Reverse Engineering innerhalb der AGB: Ohly, Das neue Geschäftsgeheimnisgesetz im Überblick, GRUR 2019, 441, 447.
<div id="fn1">[399] BT-Drucks. 19/4724, S. 26; Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 37; Möller, BT-Prot.-Nr. 19/30, S. 24; Ohly, Das neue Geschäftsgeheimnisgesetz im Überblick, GRUR 2019, 441, 447.
Revision [d874650]
Bearbeitet am 2021-07-13 17:35:30 von Frederike.Mohr
ADDITIONS
[Zu B.III.4. Rechtsfolge einer Geschäftsgeheimnisverletzung](https://npr.hs-schmalkalden.de/4.RechtsfolgeeinerGeschäftsgeheimnisverletzung)

Revision [3baf925]
Bearbeitet am 2020-11-23 21:03:42 von legal98
ADDITIONS
**Fußnoten**

<div id="fn1">[386] BT-Drucks. 19/4724, S. 25; Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 8; Spieker, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 4.
<div id="fn1">[387] BT-Drucks. 19/4724, S. 25; Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 11; Spieker, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 2.
<div id="fn1">[388] Die in § 3 Abs. 1 Nr. 1 GeschGehG gewählte Formulierung „eigenständig“ stimmt nicht mit der Umsetzungsvorlage Art. 3 Abs. 1 lit. a) RL (EU) 2016/943 überein, sodass innerhalb einer richtlinienkonformen Auslegung der Terminus „eigenständig“ durch „unabhängig“ ersetzt werden muss, Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 4 GeschGehG Rn. 19; Ohly, Das neue Geschäftsgeheimnisgesetz im Überblick, GRUR 2019, 441, 447.
<div id="fn1">[389] Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 15 f; Spieker, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 3 ff.
<div id="fn1">[390] Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 17.
<div id="fn1">[391] Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 17; Spieker, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 5.
<div id="fn1">[392] Dann/Markgraf, Das neue Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen, NJW 2019, 1774, 1776; Hauck, Was lange währt … - Das Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (GeschGehG) ist in Kraft, GRUR-Prax 2019, 223, 224; Ohly, Das neue Geschäftsgeheimnisgesetz im Überblick, GRUR 2019, 441, 447.
<div id="fn1">[393] Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 29.
<div id="fn1">[394] Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 29.
<div id="fn1">[395] Spieker, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 13 f.
<div id="fn1">[396] Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 33; Spieker, in: Fuhlrott/Hiéramente BeckOK GeschGehG, § 3 Rn. 13.
<div id="fn1">[397] Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbe-werb, § 3 GeschGehG Rn 35 f.
<div id="fn1">[398] Die vertragliche Beschränkung muss entsprechend Art. 3 Abs. 1 lit. b RL (EU) 2016/943 rechtsgültig sein und auch die Gesetzesbegründung hebt, das Erfordernis der Wirksamkeit hervor, wenngleich es nicht im Gesetzeswortlaut enthalten ist, BT-Drucks. 19/4724, S. 26. Für die Beurteilung der Wirksamkeit einer entsprechenden Individualvereinbarung sind die in §§ 242, 138 BGB geregelten Grundsätze ausschlaggebend. Bei einer Regelung in den AGB ist § 307 BGB zu prüfen, Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 38. Kritisch hinsichtlich einer wirksamen Beschränkung des Reverse Engineering innerhalb der AGB: Ohly, Das neue Geschäftsgeheimnisgesetz im Überblick, GRUR 2019, 441, 447.
<div id="fn1">[399] BT-Drucks. 19/4724, S. 26; Alexander, in: Köhler/Bornkamm/Feddersen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 3 GeschGehG Rn 37; Möller, BT-Prot.-Nr. 19/30, S. 24; Ohly, Das neue Geschäftsgeheimnisgesetz im Überblick, GRUR 2019, 441, 447.
DELETIONS
**Fußnoten**
Revision [293369e]
Bearbeitet am 2020-11-23 21:00:02 von legal98
ADDITIONS
In § 3 GeschGehG sind Fallgruppen zusammengefasst, die eine rechtmäßige Erlangung, Nutzung oder Offenlegung eines Geschäftsgeheimnis ermöglichen.<sup><a href="#fn1">[386]</a></sup>
Die Erlangung eines Geschäftsgeheimnisses durch eine eigenständige Entdeckung oder Schöpfung ist entsprechend § 3 Abs. 1 Nr. 1 GeschGehG immer erlaubt. Dieser Erlaubnistatbestand beruht auf der Rechtsnatur des Geschäftsgeheimnisgesetzes, welches als solches kein Exklusivrecht darstellt.<sup><a href="#fn1">[387]</a></sup>

Eine eigenständige Entdeckung liegt vor, wenn durch eine vom originären Geheimnisinhaber unabhängige<sup><a href="#fn1">[388]</a></sup> Beobachtung oder Analyse neue Erkenntnisse – wie zum Beispiel verborgene Wirkungszusammenhänge – gewonnen werden.<sup><a href="#fn1">[389]</a></sup> Der Begriff der eigenständigen Schöpfung ist in diesem Zusammenhang nicht mit der urheberrechtlichen persönlich geistigen Schöpfung gleichzusetzen.<sup><a href="#fn1">[390]</a></sup> Stattdessen meint die Begrifflichkeit, dass der Gegenstand eines Geschäftsgeheimnisses unabhängig von dem ursprünglichen Geschäftsgeheimnis geschaffen wurde.<sup><a href="#fn1">[391]</a></sup>
Der Einzug des unter bestimmten Umständen zulässigen Reverse Engineering in das Geschäftsgeheimnisgesetz stellt die bedeutsamste Neuerung des deutschen Geheimnisschutzes dar.<sup><a href="#fn1">[392]</a></sup> Nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 lit. a) und b) GeschGehG ist es zulässig, durch das Beobachten, Untersuchen Testen und Rückbauen von öffentlich verfügbaren oder rechtmäßig im Besitz befindlichen Produkten bzw. Gegenständen ein Geschäftsgeheimnis zu erlangen. Der Begriff des Produkts oder Gegenstands ist weit gefasst, sodass das Reverse Engineering neben körperlichen Objekten auch auf unkörperliche Objekte wie Software oder Algorithmen angewendet werden darf.<sup><a href="#fn1">[393]</a></sup>

Öffentlich verfügbar ist ein jeweiliges Produkt im Sinne von § 3 Abs. 1 Nr. 2 lit. a) GeschgehG, wenn es auf dem Markt frei erhältlich ist<sup><a href="#fn1">[394]</a></sup> und somit auch von Personen nachgefragt werden kann, die keine persönliche Beziehung zu dem Geheimnisinhaber haben.<sup><a href="#fn1">[395]</a></sup> Entscheidend für den Erlaubnistatbestands ist jedoch, dass die öffentliche Verfügbarkeit entsprechender Produkte von dem Willen des Geheimnisinhabers abhängt, wodurch das Reverse Engineering nicht auf Produkte angewendet werden darf, die ausschließlich von unberechtigten Dritten und gegen den Willen des Geschäftsgeheimnisinhabers in der Öffentlichkeit verfügbar gemacht wurden.<sup><a href="#fn1">[396]</a></sup>

Bezüglich § 3 Abs. 1 Nr. 2 lit. b) GeschGehG ist ein Produkt im rechtmäßigen Besitz des Handlungsprivilegierten, wenn er mit Erlaubnis des Geheimnisinhabers die tatsächliche Zugriffs- und Nutzungsmöglichkeit darauf hat.<sup><a href="#fn1">[397]</a></sup> Damit Reverse Engineering in zulässiger Weise auf solche Produkte angewendet wer-den darf, ist es entsprechend § 3 Abs. 1 Nr. 2 lit. b) GeschGehG außerdem erforderlich, dass der Geheimnisinhaber dem Besitzer nicht wirksam<sup><a href="#fn1">[398]</a></sup> die Erlangung des Geschäftsgeheimnisses vertraglich untersagt hat. Seitens des Geschäftsgeheimnisinhabers besteht somit die Möglichkeit, seinen Vertragspartnern das Reverse Engineering vertraglich zu verbieten, damit diese das Geschäftsgeheimnis über den Erlaubnistatbestand nicht rechtmäßig erlangen können.<sup><a href="#fn1">[399]</a></sup>
DELETIONS
In § 3 GeschGehG sind Fallgruppen zusammengefasst, die eine rechtmäßige Erlangung, Nutzung oder Offenlegung eines Geschäftsgeheimnis ermöglichen.
Die Erlangung eines Geschäftsgeheimnisses durch eine eigenständige Entdeckung oder Schöpfung ist entsprechend § 3 Abs. 1 Nr. 1 GeschGehG immer erlaubt. Dieser Erlaubnistatbestand beruht auf der Rechtsnatur des Geschäftsgeheimnisgesetzes, welches als solches kein Exklusivrecht darstellt.
Eine eigenständige Entdeckung liegt vor, wenn durch eine vom originären Geheimnisinhaber unabhängige Beobachtung oder Analyse neue Erkenntnisse – wie zum Beispiel verborgene Wirkungszusammenhänge – gewonnen werden. Der Begriff der eigenständigen Schöpfung ist in diesem Zusammenhang nicht mit der urheberrechtlichen persönlich geistigen Schöpfung gleichzusetzen. Stattdessen meint die Begrifflichkeit, dass der Gegenstand eines Geschäftsgeheimnisses unabhängig von dem ursprünglichen Geschäftsgeheimnis geschaffen wurde.
Der Einzug des unter bestimmten Umständen zulässigen Reverse Engineering in das Geschäftsgeheimnisgesetz stellt die bedeutsamste Neuerung des deutschen Geheimnisschutzes dar. Nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 lit. a) und b) GeschGehG ist es zulässig, durch das Beobachten, Untersuchen Testen und Rückbauen von öffentlich verfügbaren oder rechtmäßig im Besitz befindlichen Produkten bzw. Gegenständen ein Geschäftsgeheimnis zu erlangen. Der Begriff des Produkts oder Gegenstands ist weit gefasst, sodass das Reverse Engineering neben körperlichen Objekten auch auf unkörperliche Objekte wie Software oder Algorithmen angewendet werden darf.
Öffentlich verfügbar ist ein jeweiliges Produkt im Sinne von § 3 Abs. 1 Nr. 2 lit. a) GeschgehG, wenn es auf dem Markt frei erhältlich ist und somit auch von Personen nachgefragt werden kann, die keine persönliche Beziehung zu dem Geheimnisinhaber haben. Entscheidend für den Erlaubnistatbestands ist jedoch, dass die öffentliche Verfügbarkeit entsprechender Produkte von dem Willen des Geheimnisinhabers abhängt, wodurch das Reverse Engineering nicht auf Produkte angewendet werden darf, die ausschließlich von unberechtigten Dritten und gegen den Willen des Geschäftsgeheimnisinhabers in der Öffentlichkeit verfügbar gemacht wurden.
Bezüglich § 3 Abs. 1 Nr. 2 lit. b) GeschGehG ist ein Produkt im rechtmäßigen Besitz des Handlungsprivilegierten, wenn er mit Erlaubnis des Geheimnisinhabers die tatsächliche Zugriffs- und Nutzungsmöglichkeit darauf hat. Damit Reverse Engineering in zulässiger Weise auf solche Produkte angewendet wer-den darf, ist es entsprechend § 3 Abs. 1 Nr. 2 lit. b) GeschGehG außerdem erforderlich, dass der Geheimnisinhaber dem Besitzer nicht wirksam die Erlangung des Geschäftsgeheimnisses vertraglich untersagt hat. Seitens des Geschäftsgeheimnisinhabers besteht somit die Möglichkeit, seinen Vertragspartnern das Reverse Engineering vertraglich zu verbieten, damit diese das Geschäftsgeheimnis über den Erlaubnistatbestand nicht rechtmäßig erlangen können.
Revision [587e247]
Bearbeitet am 2020-11-23 20:27:20 von legal98
ADDITIONS
In § 3 GeschGehG sind Fallgruppen zusammengefasst, die eine rechtmäßige Erlangung, Nutzung oder Offenlegung eines Geschäftsgeheimnis ermöglichen.

Die Erlangung eines Geschäftsgeheimnisses durch eine eigenständige Entdeckung oder Schöpfung ist entsprechend § 3 Abs. 1 Nr. 1 GeschGehG immer erlaubt. Dieser Erlaubnistatbestand beruht auf der Rechtsnatur des Geschäftsgeheimnisgesetzes, welches als solches kein Exklusivrecht darstellt.
Eine eigenständige Entdeckung liegt vor, wenn durch eine vom originären Geheimnisinhaber unabhängige Beobachtung oder Analyse neue Erkenntnisse – wie zum Beispiel verborgene Wirkungszusammenhänge – gewonnen werden. Der Begriff der eigenständigen Schöpfung ist in diesem Zusammenhang nicht mit der urheberrechtlichen persönlich geistigen Schöpfung gleichzusetzen. Stattdessen meint die Begrifflichkeit, dass der Gegenstand eines Geschäftsgeheimnisses unabhängig von dem ursprünglichen Geschäftsgeheimnis geschaffen wurde.


## b.) Reverse Engineering

Der Einzug des unter bestimmten Umständen zulässigen Reverse Engineering in das Geschäftsgeheimnisgesetz stellt die bedeutsamste Neuerung des deutschen Geheimnisschutzes dar. Nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 lit. a) und b) GeschGehG ist es zulässig, durch das Beobachten, Untersuchen Testen und Rückbauen von öffentlich verfügbaren oder rechtmäßig im Besitz befindlichen Produkten bzw. Gegenständen ein Geschäftsgeheimnis zu erlangen. Der Begriff des Produkts oder Gegenstands ist weit gefasst, sodass das Reverse Engineering neben körperlichen Objekten auch auf unkörperliche Objekte wie Software oder Algorithmen angewendet werden darf.
Öffentlich verfügbar ist ein jeweiliges Produkt im Sinne von § 3 Abs. 1 Nr. 2 lit. a) GeschgehG, wenn es auf dem Markt frei erhältlich ist und somit auch von Personen nachgefragt werden kann, die keine persönliche Beziehung zu dem Geheimnisinhaber haben. Entscheidend für den Erlaubnistatbestands ist jedoch, dass die öffentliche Verfügbarkeit entsprechender Produkte von dem Willen des Geheimnisinhabers abhängt, wodurch das Reverse Engineering nicht auf Produkte angewendet werden darf, die ausschließlich von unberechtigten Dritten und gegen den Willen des Geschäftsgeheimnisinhabers in der Öffentlichkeit verfügbar gemacht wurden.
Bezüglich § 3 Abs. 1 Nr. 2 lit. b) GeschGehG ist ein Produkt im rechtmäßigen Besitz des Handlungsprivilegierten, wenn er mit Erlaubnis des Geheimnisinhabers die tatsächliche Zugriffs- und Nutzungsmöglichkeit darauf hat. Damit Reverse Engineering in zulässiger Weise auf solche Produkte angewendet wer-den darf, ist es entsprechend § 3 Abs. 1 Nr. 2 lit. b) GeschGehG außerdem erforderlich, dass der Geheimnisinhaber dem Besitzer nicht wirksam die Erlangung des Geschäftsgeheimnisses vertraglich untersagt hat. Seitens des Geschäftsgeheimnisinhabers besteht somit die Möglichkeit, seinen Vertragspartnern das Reverse Engineering vertraglich zu verbieten, damit diese das Geschäftsgeheimnis über den Erlaubnistatbestand nicht rechtmäßig erlangen können.

**Fußnoten**
DELETIONS
## b.) Reverse Engineering
Revision [7675435]
Bearbeitet am 2020-11-13 09:53:39 von Frederike.Mohr
ADDITIONS
# 3. Erlaubte Handlungen

## a.) Eigenständige Entdeckung oder Schöpfung

## b.) Reverse Engineering
DELETIONS
Erlaubte Handlungen
Revision [d982616]
Die älteste bekannte Version dieser Seite wurde von Frederike.Mohr am 2020-11-12 16:18:50 erstellt
ADDITIONS
Erlaubte Handlungen