Revision [0bcdfcb]
Letzte Änderung am 2020-02-14 00:01:06 durch Oksana Neopagitova
ADDITIONS
### Fall: Eine gestohlene Uhr als Pfand

**A. Sachverhalt**
Arm (A) stiehlt dem Reich (R) eine teure Uhr und rennt sofort - nachdem er in seine beste Kleidung geschlüpft ist - ins Leihhaus des nichts ahnenden Schnell (S). Dort erhält er für die viel teurere Uhr 2.000 EUR als Darlehen. Die Uhr darf A abholen, wenn er die 2.000 EUR nebst Zinsen und Gebühren bis Monatsende zurückzahlt. Daran denkt A allerdings gar nicht, so dass die Uhr im Folgemonat durch den Gerichtsvollzieher (G) ordnungsgemäß an Fröhlich (F) versteigert wird, wobei der Erlös gerade mal für die Deckung der Forderung des S gegen A i. H. v. 2.500 EUR ausreicht.

Als R den Verlust bemerkt, findet er den Schuldigen. A hat bis dahin keinen Cent mehr und sieht nicht danach aus, dass er die Uhr jemals abzahlen könnte. Er sagt dem R allerdings, was mit der Uhr passiert ist. R erfährt bei S, dass die Uhr bereits verkauft ist. Deshalb wendet sich R an F und verlangt Herausgabe der Uhr.

**B. Frage**
Kann R von F Herausgabe der Uhr verlangen?
Hat R gegen S auch Ansprüche?

***

**C. Lösungshinweise**

**1. Frage 1**
Anspruch auf Herausgabe ist gegeben, wenn R nach wie vor Eigentümer der Uhr ist. Verlust des Eigentums ist nicht mit der Verpfändung möglich - hier wäre die Einigung nicht auf Übertragung von Eigentum gerichtet - sondern erst durch die Verwertung.
Also ist zu prüfen, ob Eigentumserwerb gem. [**§ 1242 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1242.html) möglich war. Vgl. dazu [folgende Struktur](http://80.237.160.189/taris/?path=0-0-2-1&subsumsession=0&root=943). Dabei ist ein Pfandrecht zwar wegen [**§ 935 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__935.html) nicht begründet worden (vgl. [**§ 1207 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1207.html)). Bei gutgläubigem Erwerb nach [**§ 1244 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1244.html) ist allerdings der [**§ 935 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__935.html) nicht mehr beachtlich, so dass der Eigentumserwerb bei Verwertung möglich war.

**2. Frage 2**
Dingliche Surrogation gem. [**§ 1247 S. 2 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1247.html) - der Erlös fällt dem R zu.
DELETIONS
### Fall: Eine gestohlene Uhr als Pfand
**A. Sachverhalt**
Arm (A) stiehlt dem Reich (R) eine teure Uhr und rennt sofort - nachdem er in seine beste Kleidung geschlüpft ist - ins Leihhaus des nichts ahnenden Schnell (S). Dort erhält er für die viel teurere Uhr 2.000 EUR als Darlehen. Die Uhr darf A abholen, wenn er die 2.000 EUR nebst Zinsen und Gebühren bis Monatsende zurückzahlt. Daran denkt A allerdings gar nicht, so dass die Uhr im Folgemonat durch den Gerichtsvollzieher (G) ordnungsgemäß an Fröhlich (F) versteigert wird, wobei der Erlös gerade mal für die Deckung der Forderung des S gegen A i. H. v. 2.500 EUR ausreicht.
Als R den Verlust bemerkt, findet er den Schuldigen. A hat bis dahin keinen Cent mehr und sieht nicht danach aus, dass er die Uhr jemals abzahlen könnte. Er sagt dem R allerdings, was mit der Uhr passiert ist. R erfährt bei S, dass die Uhr bereits verkauft ist. Deshalb wendet sich R an F und verlangt Herausgabe der Uhr.
**B. Frage**
Kann R von F Herausgabe der Uhr verlangen?
Hat R gegen S auch Ansprüche?
***
**C. Lösungshinweise**
**1. Frage 1**
Anspruch auf Herausgabe ist gegeben, wenn R nach wie vor Eigentümer der Uhr ist. Verlust des Eigentums ist nicht mit der Verpfändung möglich - hier wäre die Einigung nicht auf Übertragung von Eigentum gerichtet - sondern erst durch die Verwertung.
Also ist zu prüfen, ob Eigentumserwerb gem. [**§ 1242 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1242.html) möglich war. Vgl. dazu [folgende Struktur](http://80.237.160.189/taris/?path=0-0-2-1&subsumsession=0&root=943). Dabei ist ein Pfandrecht zwar wegen [**§ 935 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__935.html) nicht begründet worden (vgl. [**§ 1207 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1207.html)). Bei gutgläubigem Erwerb nach [**§ 1244 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1244.html) ist allerdings der [**§ 935 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__935.html) nicht mehr beachtlich, so dass der Eigentumserwerb bei Verwertung möglich war.
**2. Frage 2**
Dingliche Surrogation gem. [**§ 1247 S. 2 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1247.html) - der Erlös fällt dem R zu.
***
CategoryWIPR3Faelle
Revision [80c43ff]
Bearbeitet am 2012-05-21 10:12:50 von ChristianeUri
ADDITIONS
Dingliche Surrogation gem. [**§ 1247 S. 2 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1247.html) - der Erlös fällt dem R zu.
CategoryWIPR3Faelle
DELETIONS
Dingliche Surrogation gem. § 1247 S. 2 BGB - der Erlös fällt dem R zu.
CategoryFallsammlungWIPR
Revision [7d4495c]
Bearbeitet am 2010-12-10 20:42:22 von AnnegretMordhorst
ADDITIONS
Also ist zu prüfen, ob Eigentumserwerb gem. [**§ 1242 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1242.html) möglich war. Vgl. dazu [folgende Struktur](http://80.237.160.189/taris/?path=0-0-2-1&subsumsession=0&root=943). Dabei ist ein Pfandrecht zwar wegen [**§ 935 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__935.html) nicht begründet worden (vgl. [**§ 1207 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1207.html)). Bei gutgläubigem Erwerb nach [**§ 1244 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1244.html) ist allerdings der [**§ 935 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__935.html) nicht mehr beachtlich, so dass der Eigentumserwerb bei Verwertung möglich war.
DELETIONS
Also ist zu prüfen, ob Eigentumserwerb gem. [**§ 1242 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1242.html) möglich war. Vgl. dazu [folgende Struktur](http://80.237.160.189/taris/?path=0-0-2-1&subsumsession=0&root=943). Dabei ist ein Pfandrecht zwar wegen [**§ 935 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__935.html) nicht begründet worden (vgl. [**§ 1207 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1207.html)). Bei gutgläubigem Erwerb nach § 1244 ist allerdings der [**§ 935 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__935.html) nicht mehr beachtlich, so dass der Eigentumserwerb bei Verwertung möglich war.
Revision [54fb4fc]
Bearbeitet am 2009-12-03 18:29:43 von WojciechLisiewicz
ADDITIONS
Anspruch auf Herausgabe ist gegeben, wenn R nach wie vor Eigentümer der Uhr ist. Verlust des Eigentums ist nicht mit der Verpfändung möglich - hier wäre die Einigung nicht auf Übertragung von Eigentum gerichtet - sondern erst durch die Verwertung.
Also ist zu prüfen, ob Eigentumserwerb gem. [**§ 1242 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1242.html) möglich war. Vgl. dazu [folgende Struktur](http://80.237.160.189/taris/?path=0-0-2-1&subsumsession=0&root=943). Dabei ist ein Pfandrecht zwar wegen [**§ 935 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__935.html) nicht begründet worden (vgl. [**§ 1207 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1207.html)). Bei gutgläubigem Erwerb nach § 1244 ist allerdings der [**§ 935 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__935.html) nicht mehr beachtlich, so dass der Eigentumserwerb bei Verwertung möglich war.
Revision [802dd40]
Die älteste bekannte Version dieser Seite wurde von WojciechLisiewicz am 2009-12-02 20:50:56 erstellt
ADDITIONS
### Fall: Eine gestohlene Uhr als Pfand
**A. Sachverhalt**
Arm (A) stiehlt dem Reich (R) eine teure Uhr und rennt sofort - nachdem er in seine beste Kleidung geschlüpft ist - ins Leihhaus des nichts ahnenden Schnell (S). Dort erhält er für die viel teurere Uhr 2.000 EUR als Darlehen. Die Uhr darf A abholen, wenn er die 2.000 EUR nebst Zinsen und Gebühren bis Monatsende zurückzahlt. Daran denkt A allerdings gar nicht, so dass die Uhr im Folgemonat durch den Gerichtsvollzieher (G) ordnungsgemäß an Fröhlich (F) versteigert wird, wobei der Erlös gerade mal für die Deckung der Forderung des S gegen A i. H. v. 2.500 EUR ausreicht.
Als R den Verlust bemerkt, findet er den Schuldigen. A hat bis dahin keinen Cent mehr und sieht nicht danach aus, dass er die Uhr jemals abzahlen könnte. Er sagt dem R allerdings, was mit der Uhr passiert ist. R erfährt bei S, dass die Uhr bereits verkauft ist. Deshalb wendet sich R an F und verlangt Herausgabe der Uhr.
**B. Frage**
Kann R von F Herausgabe der Uhr verlangen?
Hat R gegen S auch Ansprüche?
***
**C. Lösungshinweise**
**1. Frage 1**
**2. Frage 2**
Dingliche Surrogation gem. § 1247 S. 2 BGB - der Erlös fällt dem R zu.
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CategoryFallsammlungWIPR